Jeden Augenblick unseres Lebens erhalten wir eine Vielzahl von Informationen. Der Großteil davon marschiert an unserem Bewusstsein vorbei - direkt ins Unterbewusstsein. Vieles nehmen wir wahr, erleben es aber nicht. Diesem Teil fehlt das Leben. Die Natur hat einen Filter eingerichtet, damit uns die Unzahl der Eindrücke nicht erdrückt. Was dieser Filter zum Bewusstsein lässt und was nicht, bestimmt aber nicht die Natur, sondern wir selbst. Unsere Erziehung, unsere Erfahrungen, unsere Gewohnheiten, unsere Lebenseinstellung und vor allem die laufenden Informationen legen fest, was für uns wichtig ist und was wir bewusst wahrnehmen wollen. Die Regeln für unseren Filter entstehen in uns und sonst nirgendwo. Und, wir können diese Regeln jederzeit ändern, wenn dies auch nicht immer einfach ist.
Wie schön eine Amsel singt, erlebst du erst, wenn du ihr
zuhörst. Dafür musst du bereit sein und dir die Zeit nehmen, weil dieses Singen
für dich wichtig ist.
Wie Kinderaugen funkeln können, bemerkst du nur, wenn du
hinschaust und sie sehen willst.
Wie schön …………
Alles, was uns wichtig ist, lässt unser Filter zum
Bewusstsein durch. Der Rest geht direkt ins Unterbewusstsein – und arbeitet
dort weiter.
Erscheint dir das Leben trostlos, gefährlich …, dann liegt das nicht an deinem Leben, sondern an den Informationen, die du zulässt, und an deinem Filter, durch den alle Informationen gehen. Die Natur und die Erfahrungen unserer Vorfahren sorgen dafür, dass wir gefährliche Informationen unbedingt beachten, um unser Leben zu schützen. Wenn unsere Vorfahren den Säbelzahntiger nicht wichtig nahmen, haben sie ihr Leben riskiert. Um zu überleben, mussten sie vor allem gefährliche Informationen aufnehmen und verarbeiten. Diese Erfahrung haben sie uns weitergegeben. Der Gefahr durch den Säbelzahntiger verdanken wir es also, dass heute ein Großteil aller Medien diese Vorsicht missbrauchen kann, um unsere Aufmerksamkeit zu bekommen. Wenn heute bis zu 90% vieler Informationen Gefahren- und Horrorinformationen sind, erscheint die Welt nur negativ und gefährlich. Automatisch reagieren wir darauf wie auf einen Säbelzahntiger und übersehen dabei die schönen Seiten des Lebens.
Ob die Welt für dich positiv oder negativ ist, bestimmen aber
weder der amerikanische, noch der russische Präsident, noch unsere Zeitungen, unser
Fernsehen oder die sozialen Medien. Du kannst deine Lebenssicht, deine
Lebensanschauung selbst formen. „Wir sind nicht Herr über Zufall und Schicksal,
aber über unsere Entscheidungen. Die Wahrscheinlichkeit …. glücklich zu sein
steigt, wenn wir uns darum bemühen.“[1] Wenn wir es schaffen, nur die für uns wichtigen Informationen zu erhalten und möglichst viele positive Seiten der Welt zu sehen, haben wir die Chance zum Glück. Es ist schrecklich, wenn Tausende bei einem Erdbeben sterben, wenn an einem Wochenende viele Motorradfahrer oder Bergsteiger umkommen ..... Aber diese Informationen sind für dein Leben nicht wichtig. Du kannst damit die Welt nicht ändern. Du kannst sie auch nicht verhindern. Sie ändern aber dich, auch wenn du glaubst, dass sie nicht wichtig sind. Sie arbeiten im Untergrund.
Ich bin kein Lebensberater, aber vielleicht können dir einige Anregungen helfen, deine Lebensfreude zu heben:
Willst du froher und glücklicher leben?
Dann höre auf, negative Informationen zu suchen und zu
inhalieren!
Höre auf, Medien zu konsumieren, die die Sensationsgier
und den Verlust deiner Lebensfreude nur zur persönlichen Bereicherung
missbrauchen!
Beginne, für jeden negativen Eindruck einen positiven zu
suchen!
Erstelle die Regel in deinem Freundeskreis: Wer eine
negative Info einbringt, muss mindestens eine positive nachliefern.
……..
Bereinige deinen Informationsfilter und mache ihn frei für die Schönheiten des Lebens!
Vielleicht erleichtert die Geschichte „Perlen der Freude“ deine Suche nach den Schönheiten des Lebens. Die Geschichte erzählt von einer alten, weisen Frau, die täglich eine Handvoll kleiner Perlen in ihre linke Tasche steckte. Wenn sie an diesem Tag etwas Schönes, etwas Erfreuliches, etwas Lustiges erlebte, wanderte eine Perle von der linken in die rechte Tasche. Am Abend zählte sie die Perlen in der rechten. So wurde sie aufmerksam für die Schönheiten des Lebens, sie wurde achtsam und erlebte die Schönheiten. Hatte sie am Abend auch nur eine Perle in der rechten Tasche, hatte es sich gelohnt, an diesem Tag gelebt zu haben.
Fast alle Menschen leben gerne. Trotzdem jammern und seufzen viele über die Grausamkeit des Lebens und der Welt. Woher kommt dann aber die Angst vor dem Tod, der ja eigentlich dieses Dilemma löst? Könnte es sein, dass das Leben einfach lebenswert ist?
Sammle Perlen, die auf deinem täglichen Weg liegen! Das
Leben ist schön!
Juni 2026
Alois Markschläger
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