Katastrophen, Unfälle, Verbrechen etc. bestimmen die Schlagzeilen der Boulevardpresse und anderer Medien (Radio, Fernsehen, soziale Medien etc.). Und der Großteil von uns reagiert - er konsumiert.
Die Ursache dafür liegt in unserer Entwicklungsgeschichte: In den ersten 2 Mio. Jahren der Menschheit (ca. 80.000 Generationen) konnte der Mensch nur überleben, wenn er seine Umgebung laufend auf drohende Gefahren prüfte. Seit etwa 200 Generationen lebt der Großteil von uns in Siedlungsformen mit einer relativ hohen Sicherheit. Das laufende Suchen nach möglichen Gefahren ist seither nicht mehr in dem Ausmaß erforderlich. Aber offensichtlich reicht die Entwicklung von 200 Generationen nicht aus, um das in 80.000 Generationen Gelernte zu vergessen. Wir stürzen uns noch immer auf Gefahrenmeldungen. Und mit dem Motto „Nur schlechte Nachrichten sind gute Nachrichten,“ macht ein Großteil der Medien damit ein einträgliches Geschäft.
Der Sensationsjournalismus birgt Gefahren, von denen ich nur
einige erwähnen möchte:
Wenn du laufend negative Meldungen konsumierst, glaubst du allmählich, dass die Welt wirklich so schlecht und so gefährlich ist, wie dies die Medien behaupten.
Die stetige Berieselung mit Gefahren und Katastrophen
beeinträchtigt deine Sicherheit, erzeugt Ängste und Stress. Nicht nur dein
Handeln auch deine Gesundheit werden davon beeinflusst. Zum Wohle der
Volksgesundheit sollten manche Medien verboten werden (Scherz am Rande), wenn
nicht jeder für seine Gesundheit selbst verantwortlich wäre.
Bei dauernden Bedrohungen entsteht so etwas wie Hilflosigkeit:
Die Katastrophen sind so vielfältig, dass mein Einsatz ohnehin nichts mehr
bringt.
Die öffentliche Meinung wird manipuliert, da die berichteten
Unfälle, Katastrophen etc. nicht repräsentativ sind.
Vor allem in Wirtschaftsfragen entstehen selbsterfüllende
Prophezeiungen. Beispiel: Schlagzeile: „Wirtschaftskrise droht! VW schließt
drei Unternehmen in Deutschland!“ Aufgrund dieser Meldung werden viele die
nächsten Konsumausgaben einschränken. Mit sinkendem Konsum sinkt die
Wirtschaftsleistung. Die aufkommende Wirtschaftsflaute ist auch – wenn nicht
sogar überwiegend – von der Sensationsmeldung mitbestimmt.
Die Meinungsmanipulation kann auch zu einer Spaltung der
Gesellschaft führen. Wie schnell dies passiert, haben wir in der Corona-Krise erlebt, als Horrormeldungen (Sensationen in
Horrorinformationen umgewandelt) von beiden Seiten (Impfgegnern und
Impfbefürwortern) schamlos produziert wurden. Nur wenige (auf beiden Seiten) haben
bemerkt, wie sie manipuliert wurden. Diese Situation hat mich an eine Stelle im
Lied von der Glocke von Schiller erinnert:
„Weh denen, die dem Ewigblinden
Des Lichtes Himmelsfackel leihn!
Sie leuchtet nicht, sie kann nur
zünden
Und äschert Stadt und Länder ein.“
Leider laufen zu viele mit diesen Himmelsfackeln umher und versprechen, den richtigen Weg mit dieser Fackel zu zeigen. Aber: „Sie leuchtet nicht, sie kann nur zünden und äschert Stadt und Länder ein.“ Fast jeder von uns hat „Die Glocke“ gelesen. Wie viele haben sie verstanden?
Im Umgang mit Sensationsmeldungen unterscheide ich einige Gruppen (Möglicherweise gibt es noch mehr.):
· Die Informationsverweigerer:
Diese Gruppe kennt
die Gefahr der Manipulation und meidet Sensationsmeldungen. So lese ich seit
einigen Jahrzehnten keine (nicht einmal seriöse) Tageszeitungen mehr.
· Die Ignoranten – die Mutigen:
Diese Gruppe
erkennt die Gefahren der Manipulation nicht oder ignoriert diese. Dazu fällt
mir der Ausspruch meines Deutschprofessors ein: „Im Krieg waren die Dümmsten
die Mutigsten. Sie haben Gefahren nicht gesehen oder unterschätzt.“
· Die Sensationshungrigen:
Meines Erachtens ist
dies (hoffentlich nach den Verweigerern) die größte Gruppe. Die Sensationen
haben einen hohen Unterhaltungswert und führen zu einem Nervenkitzel. Diese
Gruppe ist verantwortlich für hohe Einschaltquoten und hohe Auflagezahlen. In
dieser Gruppe entsteht keine unmittelbare Angst. Die Meldungen wirken aber im
Unterbewusstsein. Mittelfristig sind psychische Störungen (Ängste,
Schlafstörungen, Träume …) wahrscheinlich.
· Die Gruppe mit Angststörungen:
Etwa 15 % der
Bevölkerung hat Angststörungen. Diese Gruppe hat verschiedene Ängste
(Existenzangst, Angst vor dem Verlust der Freiheit, Platzangst, Angst vor
Unglücken generell, wirtschaftliche Ängste ……).
Meines Erachtens ist diese Gruppe besonders
gefährdet. Sie sucht Sensationsmeldungen, um rechtzeitig Gefahren zu erkennen
und darauf reagieren zu können. Sie kämpfen darum, alles zu unternehmen, um
nicht durch diese Gefahr unterzugehen. Ängste haben ja auch die Funktion, uns
vor Gefahren zu schützen. Gleichzeitig ist die Angst aber ein schlechter
Ratgeber, weil sie Teile des bewussten Handelns ausschaltet (Starr vor Angst
sein. Wie gelähmt reagieren ….).
Für diese Gruppe ist besonders das Internet
gefährlich. Dort findet jeder panisch (krankhaft) Ängstliche viele Gefahren,
auf die er sich sofort stürzt, um sich mit allen möglichen und unmöglichen
Mittel davor zu schützen. Unterstützt wird dieses Suchen von Sensationsjournalisten
und sonstigen Verbrechern (Fällt für mich unter Verbrechen an Leib und
Seele.). Diese Problematik möchte ich am Beispiel von Impfgegner und
Impfbefürwortern näher darstellen.
Kaum einer von uns konnte bei Ausbruch von Corona deren Gefährlichkeit beurteilen. Für Menschen mit Existenzängsten war die Krankheit lebensgefährlich. Eine Impfung war die einzige Chance zum Überleben. Die haben nicht nur für ihre Impfung gekämpft. Die wollten für ihre eigene Sicherheit auch, dass sich die gesamt Welt impfen lässt, um so dem Tode zu entkommen. So nüchtern, wie das in den letzten Sätzen hier zu Ausdruck kommt, war das für diese Menschen aber nicht. Mit Phobien sieht man die Welt anders. Jeder, der sich nicht impfen ließ, war für diese Menschen nicht nur eine Gefahr, er wurde fast zum Feind, war lebensgefährlich. Ein Verständnis für ein „friedliches“ Zusammenleben kommt dabei kaum auf. Zusätzlich wurden die Ängste dieser Gruppe durch kriminelle Aktivitäten der Pharmaindustrie und vieler Ärzte (Die sollten eigentlich heilen und nicht hetzen.) verstärkt.
Daneben gibt es eine Gruppe, die krankhafte (eine natürliche Angst ist etwas anderes.) Ängste vor dem Verlust der Freiheit haben. Mit einer Diskussion über die Impfpflicht wurden diese Ängste ins Unermessliche gesteigert. Auch für diese Gruppe fanden und finden sich viele kriminelle Aufputscher, Einsager und Einklatscher. Die Entscheidung, sich nicht impfen zu lassen, ist eine logische Folge der panischen Angst vor dem Freiheitsverlust. Diese Gruppe haben jene Menschen mit Existenzängsten erweitert, für die die Impfung unabsehbare Risiken beinhaltete. Damit hatten wir zwei Lager, die gegeneinander kämpften. Ihre Krankheiten (Phobische Ängste) hatten sie getrennt.
Die Frage, Impfung oder nicht, ist betriebswirtschaftlich eine Kaufentscheidung. Wer sich impfen lässt, kauft, der andere kauft nicht. Bei kritischen Verkaufsentscheidungen ist eine „kognitive Dissonanz“ natürlich (Beispiel Autokauf: Ja teuer ist es ja schon, aber den Nachbarn würde der Neid fressen. Was ist wichtiger für mich?). Und das Problem einer kognitiven Dissonanz hatten auch die Zweifler (für oder gegen) an der Impfung. Bei Menschen mit krankhaften Ängsten dominiert die Angst und rationale Entscheidungen (für oder gegen) werden be- oder verhindert.
Die Kaufentscheidung wirkt auch nach einem Kauf. Wir
sprechen hier von einer „kognitiven Nachkaufdissonanzreduktion“ (Entschuldige
bitte diesen furchtbaren Ausdruck.). Beispiel: Wenn du deine Kaufentscheidung
für ein Auto mit einem blauen Mercedes abgeschlossen hast, wirst du in den
Wochen, bis du dein Auto bekommst, unzählige blaue Mercedes sehen und mit jedem blauen Mercedes wird deine Kaufentscheidung immer richtiger. Solche
Dissonanzreduktionen stelle ich derzeit bei vielen Impfgegnern fest. Sie suchen
heute noch nach allen möglichen Argumenten, warum ihre Nichtkaufentscheidung richtig
war. Und schon stehen die Einsager, die Industrie, die Volksverführer und ebenso
viele Kriminelle bereit, dafür Informationen zu liefern und diese aufzubereiten.
Die sozialen Medien sind Plattformen, die für jede Angst und für jede Dissonanz
das passende Mittel liefern.
Nur wenige von uns (Wahrscheinlich nicht einmal viele Ärzte und Pharmazeuten) können den Nutzen und den Schaden von Medikamenten beurteilen. Wenn Du an dieser Aussage zweifelst, lies dir bitte den Beipacktext von „harmlosen“ Kopfwehtabletten. Aber mit der „richtigen“ Angst ist es genau das richtige und mit der „falschen“ Angst genau das verkehrte Medikament. Das Hoffnungslose dabei: Wir können die Aussagen nicht mehr auf ihren Wahrheitsgehalt prüfen. Und Teilwahrheiten enthalten fast alle Aussagen.
Viele (Journalisten, Ärzte, Versicherungen, Pharmaindustrie etc.) leben vom Geschäft mit der Angst. Deren Aufgabe sollte es sein, unbegründete Ängste zu nehmen und nicht den eigenen Gewinn zu schüren.
Abschließen möchte ich nochmals mit Schiller:
Des Lichtes Himmelsfackel leihn!
Sie leuchtet nicht, sie kann nur zünden
Und äschert Stadt und Länder ein.“
November 2024 Alois Markschläger
Wie immer lese ich deine Gedankengänge mit großem Interesse, manchmal geistig applaudierend, das andere Mal gerne mit einem "Einspruch, Euer Ehren" quittierend. Es ist zweifelsfrei so, dass der Informationsfluss in früheren Zeiten wesentlich langsamer vonstatten ging, und man schon aufgrund des damit verbundenen Aufwand davon absah, den Rest der Welt von jedem umgefallenen Sack Reis in China in Kenntnis zu setzen. Heutige Übertragungstechniken ermöglichen eine sekundenschnelle Information quer über den Erdball - was meistens mit Fluch und Segen verbunden ist, weil das Meiste dieser Sensations-Meldungen kropfunnötig ist! Auflagen und Klicks schreien aber förmlich nach Schlagzeilen - und leider sind (zu) Viele dafür "empfänglich". Hier erwähne ich immer wieder gerne das klassische Beispiel der "BILD" (BLÖD) in D - die immer noch die auflagenstärkste Tageszeitung sein dürfte. (Fast) niemand ist selbstverständlich bekennender Leser, aber trotzdem weiß man, was aktuell berichtet wird.... Egal wie man zu Medien allgemein steht - die dahinter stehende Macht darf niemals unterschätzt werden! Wäre dem nicht so, würden nicht milliardenschwere Finanz-Jongleure und "Philanthropen" deren Wohlwollen und Dienstbarkeit nicht mit Finanzspritzen in Millionenhöhe erkaufen. Dies hat sich zu einer informellen Einbahnstraße entwickelt, was so viel heißt, dass sämtliche namhaften Redaktionsstuben, Fernseh-Anstalten und andere Medien "gekapert" wurden, damit die "richtigen" Informationen möglichst breit unter das Volk gestreut werden können. Alle "Abweichler" werden entsprechend und kollektiv unter Einsatz aller möglichen und unmöglichen Methoden mit Dreck beworfen! Will heißen: eine ausgewogene Information, oder auch investigativer Journalismus wurde zum Nischendasein verdammt! Man wird keinen älteren und eingefleischten Zuschauer/Zuseher von ZIB / heute / tagesschau davon überzeugen können, dass sämtliche politisch relevanten Themen keinesfalls neutral verfasst sind, und ausnahmslos kontrolliert und gesteuert dem Volk zum Fraß vorgeworfen werden. Es wird niemand glauben wollen oder können, dass die Öffentlich/Rechtlichen Sendeanstalten zweckentfremdet zur Manipulation eingesetzt werden - leider! Um es (vielleicht) auf einen Punkt zu bringen: Weniger ist immer mehr - und ausgewogen wäre auch wünschenswert! Das ist aber leider nicht das Ziel, weil Angst zwar ein schlechter Ratgeber sein mag, aber dennoch zur Durchsetzung von Interessen und Politik sehr effizient ist! Daher dominieren die schlechten Nachrichten; die Menschen sollen von einer Angst in die nächste Panik getrieben werden! Und noch ganz zum Schluss etwas zum Beispiel "Corona" und der damit verbundenen Impf-Dramatik: ich bin bekennender Impf-Gegner, der aber andere Meinungen respektiert. Es sollte jede/r selbst entscheiden dürfen, ob man sich einen experimentellen und unausgegorenen Stoff injizieren lässt, und dabei mehr oder weniger bewusst zur "Laborratte" wird - anders kann man es aufgrund der fehlenden Testphase leider nicht bezeichnen. Dies wurde zudem schon von der Politik sinngemäß so wiedergegeben - also bitte nicht darüber aufregen! Hilfreich im Hinblick auf die nächsten anstehenden Impf-Szenarien könnte ein Blick auf die inzwischen entschwärzten RKI-Files sein, die normalerweise sämtliche Augen weit über das normale Maß öffnen müssten! Wirft man einen genaueren Blick darauf, wer von dieser P(l)andemie in welcher Höhe profitiert hat, laufen einem die Augen gleichzeitig in dem Maß über, dass man mit den Tränen ganze Schwimmbäder füllen könnte!
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