„-sam“ ist nicht selten – aber oft seltsam (Ein Spiel mit Worten)

 

Wortspiele sind selten klug,
seltener noch ernst.
Es sind ja „nur“ Spiele.


Sei bedachtsam mit Worten,
regsam im Guten,
friedsam im Umgang.
beugsam im Streit,
beharrsam in der Güte,
unbeugsam mit der Wahrheit,
lenksam im Dunkel,
wonnesam in der Liebe,
um nie furchtsam zu sein.

Es ist heilsam,
geruhsam zu genießen,
duldsam zu sein
und tugendsam zu leben.
Aber nur Unwegsames
ist einprägsam.

Einsam gehst du deinen Weg.
Ehrsam willst du bleiben.
Langsam vergisst du
den Gehorsam.
Bist nicht mehr genügsam,
wirst aufmerksam,
Ungehorsam macht sich breit.
Grausam erscheint die Gesellschaft.
Du bist nicht mehr biegsam.
Gleichsam änderst du dich selbst.

Oft ist es unratsam,
Unfügsam zu sein.
Manchmal muss man sich gewaltsam,
statt folgsam den Weg bahnen.
Sei achtsam dabei.
Hochwirksam sind die Strafen der Welt.
Nur die Liebe ist Balsam für die Wunden.

Jemand fügsam zu machen,
kann mühsam sein.
Behutsam ist dabei eher
angebracht als strebsam.
Oft ist es ratsam,
nicht zu eng beisammen zu sein,
um ein Besamen zu vermeiden.
Begnügsam verspricht mehr
als unachtsam.
Gemeinsam nicht ungefährlich,
enthaltsam gescheiter.
Auch anschmiegsam betört,
empfindsam reizt,
tugendsam belebt und du bist
unaufhaltsam auf dem richtigen Weg.

Unaufmerksam ist gefährlich,
unbedachtsam nicht gescheit,
unempfindsam ist nicht menschlich,
ungenügsam doch oft üblich,
unenthaltsam macht nicht reich. 

Arbeitssam wird geachtet,
gefügsam wird erwartet,
gelehrsam ist eine Tugend,
bedeutsam will jeder sein,
unbiegsam nicht nur beliebt,
einfühlsam ist ein Vorteil,
erfolgswirksam oft auch genügt.

            November 2024                                                            Alois Markschläger

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