Heit' (=heute) spiele ich mit "-heit" - ein Wortspiel

 Ein Wortspiel - Nonsens pur und abgeschwächt

Wortspiele entspringen manchmal der Kühnheit,
Gehen an die Grenzen der Verrücktheit,
Strotzen selten vor Weisheit.
Auch dieses Wortspiel hat diese Eigenheit.

 Ich beginne mit der Verklemmtheit,
Nicht zu verwechseln mit der Scheuheit.
Oft kommt sie von einer Unsicherheit.
Ursache kann auch die Befangenheit
Aus der Kindheit sein,
Wenn die Klarheit in der Erziehung gefehlt hat.

 Wenn ich mit der Verfressenheit,
Nicht zu verwechseln mit der Verbissenheit (wäre nicht unlogisch),
Fortfahre, haben wir schon fast alle negativen „-heiten“ abgearbeitet.
Oft entsteht sie aus einer Unzufriedenheit
Mit der Vergangenheit, die verschluckt wird.
Jedenfalls führt sie meist zur Beleibtheit.
Und die Schlankheit bleibt zurück.
Dafür macht sich Schlaffheit breit.

 Die Schüchternheit,
Eine Form der Unbeholfenheit,
Kann in Verlegenheit ausarten,
Wenn die Feigheit die Oberhand gewinnt.
Hinter ihr versteckt sich die Sanftheit.
Bei ganz Unschuldigen paart sie sich mit Verliebtheit.
Mit der Dreistheit verträgt sie sich so gar nicht.

 Die Keuschheit
Erhält die Unverdorbenheit
Und beugt der Lüsternheit vor.
Leider ist eine Verlassenheit nicht immer zu vermeiden.
Derzeit besteht die Gefahr, in Vergessenheit zu geraten.
Viel zu oft setzt sich die Verkommenheit durch.

Die Gelassen
heit schützt
Vor Überstürztheit.
Unterscheidet sich aber von der Trägheit
Und ist vielleicht verwandt mit der Einfachheit
Und der Ergebenheit.
Eine unmittelbare Verbindung zur Erhabenheit
Und zur Erlesenheit  besteht.
Die Unbefangenheit ist ihr nicht fremd.
Sie ist auch die Voraussetzung für die Besonnenheit.

Die Ausgewogenheit verträgt
Sich nicht mit der Unbesonnenheit,
Führt aber zur Zufriedenheit
und zur Sicherheit.

Sie sind sich sehr ähnlich aber doch so unterschiedlich:
Die Torheit verzichtet auf Überlegungen vorher,
Die Blödheit kann Vieles nicht verstehen und begreifen,
Der Dummheit fehlt es an Intelligenz,
Die Tollheit kommt mit sich selbst nicht zurecht,
Die Wirrheit kommt aus der geistigen Unordnung,
Die Beschränktheit hat ihre geistigen Schranken erreicht.

 Mit der Schlauheit spürst du
Die eigene Überlegen
heit.
Die Gewandtheit lässt dich
Aufgaben mit Beschwingtheit lösen.
Wenn die Klugheit
Vor Bosheit, Trunkenheit, Besessenheit, Überspanntheit  ….
Schützt, ist sie ein Segen für die Menschheit.

 Im Alter haben wir nie die Gewissheit,
Eher ist es eine Seltenheit,
Dass wir die volle Gesundheit besitzen.
So wird es zur Gewohnheit,
Mit Krankheiten zu leben.
Wir verdanken es manchmal unserer Taubheit,
Dass wir die Rohheit und Derbheit der Ärzte überhören.
So entgehen wir der Besorgtheit und der Betrübtheit.
Natürlich ist dies eine Albernheit.
Wenn es aber die Mehrheit so macht,
Sind wir zumindest nicht in der Minderheit
Und die Gleichheit ist gegeben.

Die Buntheit unserer Welt
Lässt uns die Ödheit des Alltags vergessen.
Aber gerade Einzelheiten eröffnen uns
Die Gelegenheit, Halbheiten zu übersehen.

 Manchmal stören uns Feinheiten
Mehr als Grobheiten,
Da diese zu den Rauheiten der Welt gehören.

 Die Wahrheit erfreut sich
Hoher Beliebtheit.
Aber nicht jede Begebenheit
Wird mit ihrer Richtigkeit weitergeleitet.
Mehr jedoch ist die Offenheit.
Falschheit, Blindheit, Sturheit, Gemeinheit ,,,,
Sind nur einige Ursachen für die Verlogenheit.

Zum „hei(u)t"-igen Abschluss eine Besonderheit:
Die Schön
heit
Sie wirkt in ihrer Ganzheit und Abgeschlossenheit
Sie lockert und führt zur Frohheit.
Ihre Echtheit erhält sie durch ihre Natürlichkeit.
Ihre Zartheit zeigt ihre Zerbrechlichkeit.
Die Begehrtheit ist ihr angeboren.
Vornehmheit zeugt von Ihrem Adel.
Die Seltenheit ist das Besondere.
Gediegenheit, Schlichtheit und Einfachheit wirken.
Verzücktheit, Verklärtheit, Verträumtheit und Versunkenheit
Schlummern ganz tief in ihr.
Die Hingezogenheit ist die logische Folge
Und führt zu einer unvorstellbaren Begehrtheit.
Beliebtheit und Angesehenheit setzen sie
Auf unserer Wunschliste ganz oben an.

 Es ist nicht Faulheit, auch nicht Laxheit,
warum ich nur wenige von 2.797 Worten mit „-heit“ bearbeite.
Siehe es einfach als Gutheit,
Dass ich nicht die Verfrorenheit habe,
Dich über Maßen zu strapazieren.
Außerdem fürchte ich, irgendwann in Benommenheit zu verfallen
Und der Verworrenheit zu erliegen.
Verzagtheit und der Verdrossenheit wären die Folgen.
So nehme ich mir die Freiheit,
Meine Eigenheit für Teillösungen beizubehalten
Und besitze die Kühnheit, einfach aufzuhören.
Ich danke der Gottheit für ihre Geneigtheit
Und dir für die Sturheit, bis zum Ende auszuharren.

                                    

April 2024                                                                     Alois Markschläger                                                                                                 mäßig gesc-heit            

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