Auch wenn’s gleich ausschaut, kann’s gleich wieder anders sein
(Nonsens und Gescheites mit ähnlichen Wörtern)
Viele deutsche Wörter sind ähnlich, manche sogar gleich, haben aber andere Bedeutungen. Dazu einige Beispiele. Meine Klassifizierung hilft dir vielleicht beim Lesen.
Rot =
Nonsens, Sprachvergewaltigung
Grün = nett, aber
nicht unbedingt merk-würdig
Blau = nett, auch denk-würdig
Die Biene hat sechs Beine und
zwei Flügel,
fliegt aber schneller als sie geht. Ist
mehr doch weniger?
Er weiß zwar, was weiß ist, kann es aber kaum beschreiben.
Beide waren bieder.
Als Kind war er zart wie ein Blatt,
heute – leider – eher blad.
Jetzt bist du platt.
Ein Schmerz ist nicht ausgeschlossen,
wenn die Verdauung zu lange dauert.
Sein Gepäck war schwer. - Er hatte zu viel Gebäck mit.
Bist du taub, ist Vieles für dich tabu.
Ihr Knie war unterlaufen, das kam vom Runterlaufen.
Nicht jeder Brauch braucht jedem zu gefallen.
Auch Prüde wollen brüten. Aber gesehen werden wollen sie nicht.
Willst du ein höheres Gehalt, geh halt zum Chef!
Übertreibt’s der Denker, landet er beim Henker.
Er kommt aus dem Dorf dort. Aber heute ist er fort und nicht im Ort.
Des Bauers Ehre sind seine Ähren.
Mancher Einfall zeigt von Einfalt
Als er von der Erblast hörte, erblasste er.
Viel Wasser: Wenn es mehr wäre, wäre es ein Meer.
Er fuhr mit einer Fuhr den Berg hinauf.
Ist die Flauheit die Folge der Faulheit. Oder doch umgekehrt?
Wenn das Feld fehlt, entsteht Trauer beim Bauer.
Es nützt nicht zu flehen. Wichtig ist, nicht zu fehlen oder zu fliehen.
Ein Haushalt – ein Haus halt!
Das Haustier ist vor der Haustür.
Nicht nur kleben, auch mal was heben, das ist das Leben.
Heilen geht einmal mit Weilen, manchmal vielleicht mit Eilen.
Sie schrien heiß „Heissa“ - Dann waren sie heiser.
Bei der größten Hitze macht man keine Witze.
Er redete sich seinen Mund wund.
Vor lauter Wut nahm er den Hut.
Der passte gut – das war Mut.
Es entsteht Jammer in der Kammer, wenn der Herr jagt nach der Magd.
Der Nabel ist der Rest vom Kabel.
Sie hatten die Wahl, nahmen das Mahl, bevor die Teller kahl.
Im Kampf Dampf ablassen, aber auch den Krampf riskieren.
Er tut es kund: Er will es rund. Kantig macht ihn grantig.
Der Lehrling ging. Das Gebelle des Gesellen war ihm zu dumm.
Ein Gesteck ist schön. Ein Besteck ist nützlich. Bitte nicht verwechseln.
Getreulich kann auch gräulich werden.
Auch mit dem Gewehr hast du nicht die Gewähr, Recht zu behalten.
Der Glaube kann helfen. Aber beim Klauben brauchst du ihn nicht.
Frauengroll ist grauenvoll.
Alle greifen in ihrem Eifer nur nach den reifen,
weil sie fürchten, von grünen Früchten krank zu
werden.
Keiner nimmt gern den Kern.
Sie grölen im Stadion und grollen, sobald sie vergrault werden.
Vor manchem Gruß mag es dich gruseln.
Nicht alle Guten haben alle Güter, vielleicht müssten sie dafür „guter“ sein.
Mit einer aufrechten Haltung ist auch Haftung verbunden.
Obwohl er die Kante kannte, stolperte er.
Der Kegel hat in der Regel mit der Kugel nichts gemeinsam.
Ein Kelte friert in der Kälte.
Es klang, wenn er sang. Gott sei Dank!
Nur wahr ist, was klar ist.
Klein, fein, weil mein!
Im Kopf einen Knopf. Vielleicht wird er sich beim Tösen lösen.
Ist er weder zu hart noch zu zart, wird der Kohl wohl zu essen sein.
Die Kontinenz zu halten, ist auf dem ganzen Kontinent gefragt.
Viele Ketzer sind zum Kotzen.
Wenn der Greis im Kreis geht, ist er nicht mehr rund.
Kriegen sie niemand für den Krieg, bleibt nur der Friede.
Nicht jede Kunde kommt aus dem Munde.
In den Därmen lärmen sie. In der Luft sind sie kein Duft.
Sind die Lehrer leerer als die Schüler, werden die nichts mehr lernen.
Ein Leibchen für mein Liebchen. Es wird sich verziehen.
Sie wird’s mir verzeihen
Lieben geht im Liegen,
Steigen auf Stiegen.
Aber Liebe auf der Stiege?
Na dann halt die Wiege.
Mehr Hohn als Lohn.
Seine Worte waren massiv, nur selten mäßig.
Kinder sind nicht minder.
Zwar fehlen die Jahre,
dafür haben sie Haare.
Wo bleiben die Ohren der Mohren, wenn’s keine Mohren mehr geben darf?
Manchmal ist es zulässig, zu lässig zu sein.
Wohin Hände und Füße? In die Bügel oder an die Zügel?
Die Kunde von seiner Wunde nahm rasch die Runde.
Auf der Welt wird das Wild immer weniger.
So ein kleiner Wicht – und so eine Wucht!
Vor den Wänden wenden. Und halt im Wald!
Sie sagen, es sei ein Segen, wenn der Regen
auf die Felder fällt.
Aber auch die Wälder können ihn brauchen
Der Ton vom Sohn geht dem Geiger auf den Zeiger.
Daher muss er drüben üben.
An dieser Stelle ließ er Ställe aus Stahl bauen, bevor er Rinder stahl.
Auf dem Baumstamm stand ein Stammbaum.
Welche Saat braucht den Staat. Haben wir ihn schon satt?
Viel Borgen – mehr Sorgen.
Die Sonne belebt die Sinne.
Er hätte ihn geschlagen, hatte aber geschlafen.
Auf der Schiene liegen Scheine.
Aber das Geld fehlt.
Richtig ist nicht wichtig
Und wichtig ist nicht züchtig
Aber züchtig ist selten tüchtig
Und tüchtig muss nicht flüchtig sein
Und flüchtig hat mit süchtig nichts gemein
….
Aber irgendetwas sollte doch richtig sein.
Ein Raumschiff ist kein Schiffsraum.
Aber Rauschgift führt zum Giftrausch.
Ein Rassehund ist keine Hunderasse.
Ein Rathaus ist kein Hausrat.
Es gibt keine Problemrasse aber ein Rassenproblem.
Ein Obstwein ist kein Weinobst,
wie die Obstschale kein Schalenobst ist.
Aber der Obstanbau hat mit Anbauobst zumindest
etwas zu tun.
In den Netzen hängt der Nutzen der Fischer.
Frisch springt der Frosch ins Wasser.
Es ist Mist, wenn die Zeit die Frist frisst.
Ist zu Fuß eine Ge(h)-nuss?
Die Gans sang ein ganz liebes Lied. - Sie tat allen leid.
Gasthof ist das, wo der Gast hofft, Gast zu sein.
Es ist nur ein kleiner Schritt von geachtet zu geächtet.
Erst die Geburt, am Ende heißt’s: „Geh‘ furt!“
Mai
2024 Alois
Markschläger
Um deine Zeit nicht über
Gebühr zu beanspruchen, habe ich nicht alle meine Ergüsse hier deponiert. Gerne
schicke ich dir alle, wenn du diese über What’App (+43 650/6783576) oder über E-Mail
(berater@markschlaeger.at)
anforderst. Du kannst deinen Wunsch auch über einen Kommentar (Adresse
hinterlegen) deponieren (Vorsicht: generell sichtbar).
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